Am vergangenen Montag, 21. November 2011, trafen sich einige Mitglieder des Vereins Gemeindeentwicklung zu einem weiteren Treffen der Ideenwerkstatt.

Zunächst begrüßte Vorsitzender Uli Altmann die gleichgesinnten “Weltverbesserer” und freute sich, den Anwesenden bekanntgeben zu dürfen, dass die Planungen für den Denkmalstandort vor der Joseph von Eichendorff-Mittelschule konkrete Formen annehmen.

Den Sommer über war man bereits fleißig gewesen: Landschaftsarchitekt Achim Ruhland, ein Mitglied des Vereins, zu dem der Leiter der Arbeitsgruppe 5, Sebastian Gehwolf, Kontakt herstellen konnte, hat nach dem letzten Ortstermin eines Teils der Vorstandschaft einen Entwurf für die erste Station des in Planung befindlichen Joseph von Eichendorff-Panoramaweges angefertigt. Diesen Entwurf stellte der jetzige Leiter der Koordinationsstelle, der geschäftsleitende Beamte des Marktes Eichendorf, Franz Kantner, den Anwesenden vor.
So finden die Eiche aus Lubowitz, die Dank der guten Pflege von Hausmeister Max Nirschl wächst und gedeiht, und die heuer vom Markt Eichendorf erworbene Bronzebüste des Freiherrn von Eichendorff in einem Bereich unweit der Schulbushaltestelle einen würdigen Platz. An eine behindertengerechte Gestaltung wurde ebenso gedacht, wie an eine indirekte Beleuchtung des Denkmals und auch daran, dass zwei Gedenk- und Informationstafeln aufgestellt werden sollen, auf denen Erläuterungen zu Leben und Werk des Dichters zu finden sein werden. Auf einen Vorschlag von Hausmeister Nirschl hin wird man vorerst davon absehen, Ruhebänke am Denkmal aufzustellen, da diese – wie sich in der Vergangenheit öfter zeigte – mittelbar zum Unruhestiften verleiten.
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Den Inhalt der Tafeln zu erarbeiten, ist eine der nächsten Aufgaben des Vereins.
Dazu hat die Vorstandschaft während der vergangenen Monate biografische Werke des Spätromantikers durchforstet, komprimiert schriftlich erfasst und chronologisch geordnet. Die wichtigsten Lebensstationen sollen in einem so genannten Zeitstrahl auf der ersten Tafel grafisch und textlich eingearbeitet werden. In diesem Zeitstrahl sollen auch Daten aus der bayerischen Geschichte und der Weltgeschichte – von 1788 bis 1857, der Zeit, in der der Dichter lebte – zu finden sein, um es dem Betrachter zu ermöglichen, Leben und Werk des Dichters zeitlich leichter einordnen zu können.

Auf der zweiten Tafel wird neben einer Karte mit dem Verlauf des ca. sechs Kilometer langen Wander- und Radweges ein passendes Gedicht aus dem umfangreichen lyrischen Werk des bedeutenden Spätromantikers und ein einführender Text abgedruckt, der dem Wanderer nahe bringt, warum Eichendorff und Eichendorf zusammengehören und warum es sich für ihn lohnt, sich mit dem Dichter auf diese kleine Reise zu begeben.

Um Tradition und Moderne zu verbinden, soll auch eine Idee des Teamleiters der Arbeitsgruppe 2, Wolfgang Thurl, umgesetzt werden: Auf jeder Tafel soll ein so genannter QR-Codes angebracht werden. Dieser ermöglicht es dem Technikfreak, sich mit dem Scanner seines smartphones und einer Applikation kinderleicht auf die Homepage des Vereins verlinken zu lassen, um dort weiterführende Informationen zu erhalten.

Dabei wird auf die Früchte der Zusammenarbeit mit dem Pfarrverband Eichendorf zurückgegriffen. QR-Codes werden ab Dezember dieses Jahres im Pfarrbrief “BRÜCKE” abgedruckt. Eine Gegengabe dafür, dass Uli Altmann, der derzeit auch der Webmaster der Internetseite des Pfarrverbandes ist, viele Ideen des Gemeindeentwicklungsvereins umsetzen konnte, als er heuer die Homepage programmierte.

Der Verein darf neben der aktiven Mithilfe von Vereinsmitglied Helmut Dietl, der zahlreiche alte Aufnahmen aus seinem gut sortierten Archiv, die von der Gemeindeverwaltung digitalisiert werden, zur Verfügung stellt, auch auf externe Experten in Sachen “Eichendorff” zurückgreifen: Dipl.-Ing. Wolfgang Hartmann aus Dachau und Historiker Dr. Christian Bachner aus Teisbach.

Für eine professionelle Aufmachung der Tafeln steht dem Verein Mediengestalter Markus Maidl zur Verfügung.

Außerdem wurden in der Ideenwerkstatt bereits Überlegungen angestellt, um sich von Seiten des Vereins mit konstruktiven Beiträgen am nächstjährigen Jubiläum “850 Jahre Hofmark Adldorf” zu beteiligen. So ist z. B. für den 9. Dezember 2012 in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk eine Ausstrahlung des “Zwölfuhrläutens” geplant. Einen Tag nach dem Patrozinium der Adldorfer Pfarrkirche “Maria Unbefleckte Empfängnis”.

Im Rahmen der Ideenwerkstatt konnte Team- und Projektleiter Hans Maier zwei weitere erfreuliche Nachrichten machen.

Der Pilgerbrunnen, ein echtes Kunstwerk, das Schmiedemeister Rudolf Stögmüller sen. erdacht und mit Hilfe von Erich Fraundorfer geschaffen hat, befindet sich derzeit in der Verzinkerei. Sobald die Infrastruktur für Strom und Wasser am Eichendorfer Friedhof durch den gemeindlichen Bauhof unter der Leitung von Josef Hartl ausgeklügelt ist, kann mit den weiteren Arbeiten für diese Station des Panoramaweges fortgefahren werden. Das von Kulturpreisträger Hans Riederer ausfindig gemachte Gedicht “Der Pilger” wird die Wanderer zum Verweilen und zur Besinnung einladen. Außerdem sollen Informationen zum Friedhof und zur Kriegergedächtniskapelle Verbindung zum Ort Eichendorf herstellen. Hier darf der Verein neben Vereinsmitglied Helmut Dietl auch auf Paul Streifeneder zukommen, der sich mit der Geschichte der Eichendorfer Friedhöfe schon zum Eichendorfer Pfarreijubiläum im Jahre 1996 intensiv auseinandergesetzt hat.

Zudem konnte das im Frühjahr von den Eheleuten Leonhard und Maria Luttenbacher auf deren Dachboden entdeckte Weg- und Friedhofskreuz kunstvoll restauriert werden. Schmiedemeister Stögmüller und Malermeister Karl Bäldle übernahmen – beide wieder zum Null-Tarif – die aufwändige Restaurierung. Eine Arbeit, die sich, wie unser Bild zeigt, sichtlich gelohnt hat.

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Ein Granitsockel samt Weihwasserschale aus dem reichen Sortiment von Steinmetzmeisterin Sabine Renner vom Steinmetzbetrieb Renner-Stich wird dafür sorgen, dass das wunderschöne Kruzifix in der Nähe der Streuobstwiese – auf halbem Weg zur Holzkapelle – ein stimmiges Fundament hat.

Vereinsvorsitzender Uli Altmann dankte allen Mitstreitern für ihr großes ehrenamtliches Engagement und die weitere Bereitschaft, sich für die Belange des Vereins einzusetzen, und brachte zum Ausdruck, dass sich dem Ideensammeln und ‑umsetzen jederzeit weitere Mitbürgerinnen und Mitbürger anschließen dürfen. Mit dem Ausblick darauf, dass im kommenden Januar wieder eine Sitzung der gesamten Vorstandschaft angesetzt werden soll, wurde die Zusammenkunft beschlossen.

27.09.2011

Tipps

Grüß Gott miteinander,

Unter http://www.bistum-passau.de/bistum/dekanate-und-pfarreien/pfarrverbaende/pfarrverband-eichendorf findet sich in der Rubrik “Aktuelles” – “Gemeindeentwicklung im PV” ein Bericht von unserer letztwöchigen “Bei uns is’s schö!”-Tour.

Außerdem lässt sich unter der vorstehenden Internetadresse die Gottesdienst-Zeitordnung der vom 1. Oktober 2011 laufenden BRÜCKE bereits vor dem Erscheinen der Print-Ausgabe abrufen.

Darüber hinaus möchte ich kurzfristig noch einen besonderen Veranstaltungstipp für Eltern weitergeben:

Kinder “kess” erziehen – Elternkurs von Kolping – Kompetenz der Eltern stärken

Weitere Infos gibt’s in der Rubrik “Aktuelles” – “Kinder ’kess’ erziehen” oder weiterführend direkt unter http://www.kolping-dv-passau.de/jahresprogramm.php.

Herzliche Grüße Euer Uli Altmann

Hartkirchen-Maria-HimmelfahrtNatur, Kirche, Kultur und Geselligkeit in der Großgemeinde Eichendorf

Kennenlernen von Natur und Kultur unserer Heimat, aber auch die Pflege der Geselligkeit stehen auf dem Programm der Gemeinderadrundfahrt am

Sonntag, 7. August 2011,

die heuer in den östlichen Gemeindebereich führt.

In Wochenweis stellt Stefan Jahrstorfer seinen Bio-Betrieb mit Schwerpunkt Pflanzenölproduktion vor.

Bei der Besichtigung der Kirche in Hartkirchen wird Franz Waldherr über die Geschichte des Gotteshauses und der Pfarrei sowie über bauliche Aspekte informieren.

Vorbei an den Hügelgräbern aus der Bronzezeit geht es über Neuölling nach Reichstorf zum umgestalteten Teilstück des Flutkanals, wo das Hochwasser bereits seine Spuren hinterlassen und das Flussbett auf seine Weise verändert hat.

Die letzte Station dient dem gemütlichen Beisammensein. Gerhard Steinbeißer, „Steinbräu“ aus Pöcking, öffnet extra für die „Gemeinderadler“ am Sonntag sein Lokal und sorgt für das leibliche Wohl.

Treffpunkt ist um 13.00 Uhr bei der Mariensäule am Marktplatz.
(Foto: UA – Text: FP)

Der Markt Eichendorf als XperRegio-Gemeinde nimmt daran mit einer Radgruppe teil.
Treffpunkt für die Abfahrt in Eichendorf ist am Rathaus (Marktplatz 5) um 12.00 Uhr.
Alle Radlerinnen und Radler sind dazu herzlich eingeladen.

Weitere Informationen finden sich im kommenden Rathausfenster und im Internet unter

http://www.xperbike.de/aktuelles.php?aid=10012&kategorie=100&mode=detail.

Schauspieler Fritz Barth präsentierte am Joseph von Eichendorff-Gedenktag die Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“

Eichendorf. „Eichendorf wird nun die Kulturhauptstadt im Vilstal“, begrüßte Bürgermeister Max Schadenfroh schmunzelnd am Samstag, 12. März 2011, in der vollen Schulaula zum zweiten Teil des großen Joseph von Eichendorff-Gedenktages, zu dem die Gemeinde und der Gemeindeentwicklungsverein eingeladen hatten.

Barth-LanzendoerferBegonnen hatte der Gedenktag am späten Nachmittag mit einem Diavortrag, in dem Franz Kantner an die Oberschlesienreise im vergangenen Jahr erinnerte, und nach bester Bewirtung und vielen Gesprächen stand am Abend mit dem Theater der zweite Höhepunkt des Gedenktages auf dem Programm. Gemeindeentwicklungsvorsitzender Uli Altmann schloss sich der Begrüßung des Gemeindeoberhauptes im „Eichendorff-Theater“ an, ehe der bekannte Schauspieler Fritz Barth die Bühne eroberte. Zusammen mit Klangkünstlerin Caro Lanzendörfer präsentierte er seine humorvolle Eigeninterpretation der Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ von Joseph von Eichendorff. Dabei hielt sich der Schauspieler zwar an die Original-Geschichte und rezitierte sehr viele Textteile und Stellen aus dem Taugenichts, würzte die romantische Geschichte aber mit vielen witzigen „Ausflügen“ in die Moderne. So putzte sich der Taugenichts (der wohlgemerkt im Jahr 1822/1823 geschrieben wurde) beispielsweise mit einer elektrischen Zahnbürste die Zähne, bevor er in sein überdimensionales Bett stieg. Und als der Taugenichts im Schloss einen edlen Herren kennen lernt, fragt er diesen „Oh Herr von und zu Guttenberg – Sie hier? – Sagen Sie, befinden wir uns nun im kriegsähnlichen Zustand?“. Und der edle Herr antwortet „Meinen Sie damit die Zustände am Hindukusch oder an der Uni?“ Auch empfiehlt der Gärtner im Schlossgarten dem Taugenichts, immer schön die Apothekenumschau zu lesen, was für viel Heiterkeit im Publikum sorgte, ebenso wie die Aussage des Taugenichts „Oh, das Bier perlt nicht mehr – dann ist es kein Graf Arco!“ Zwischendrin imitierte Fritz Barth sehr gekonnt den berühmten Schauspieler Heinz Rühmann, plauderte perfekt im Hamburger Dialekt, bedauerte, dass seit Kachelmann und Guttenberg nichts Gescheites mehr in der Bild-Zeitung steht und trällert auf seinem Weg nach Italien das Lied „Berlusconi ich komme – bunga bunga – molto silicone“. Auch das Publikum wurde in das heitere Spiel des Schauspielers eingebunden, so beglückwünschte der Taugenichts die Gattin des Bürgermeisters Edith zu dem Glücksgriff, den sie mit ihrem reichen Mann getan hat. Anschließend teilte Fritz Barth sein fürstliches Festmahl am Schloss in Italien, das aus einer frisch geöffneten Portion Dosenfisch bestand, mit den Zuschauern. Trotz Rauchverbots in öffentlichen Gebäuden zündete sich der Taugenichts auch die eine oder andere Zigarette an und rauchte diese genüsslich auf der Bühne – schließlich gab es ja 1823 noch kein Rauchverbot. Trotz der vielen Zwischengags, die vom restlos begeisterten Publikum mit viel Beifall belohnt wurden, hielt sich Fritz Barth jedoch an das Original-„Drehbuch“ und erzählte musizierend und rezitierend die Geschichte des Taugenichts, der auszog, um sein Glück zu finden. In der Novelle spielt der Taugenichts mit einer Violine, Fritz Barth erfreute die Zuschauer jedoch mit seinem wunderschönen Hornspiel und Klangkünstlerin Caro Lanzendörfer untermalte die Geschichte mit einer passenden Geräuschkulisse und wunderschönem Gesang.

Zur Geschichte: Der Taugenichts, ein Ich-Erzähler, ist ein Müllerssohn, und hat Sehnsucht nach der Ferne. Als der Vater ihn einen Taugenichts nennt und zum Wandern auffordert, kommt er der Aufforderung gerne nach und zieht mit seiner Geige (in diesem Fall einem Horn) zur Stadt hinaus. Eine Kutsche mit zwei schönen Damen nimmt ihn mit, er wird auf ihrem Schloss in der Nähe Wiens Gärtnerbursche.

Er verliebt sich in die jüngere der Damen, Aurelie, doch sie ist unerreichbar für ihn. So beschließt er weiterzuwandern und kommt bis nach Rom. Dort gerät er an eine bunte Gesellschaft von verkleideten Adligen und Künstlern und verfängt sich in einem undurchsichtigen Netz von Liebesabenteuern, Verlockungen und geheimnisvollen Versteckspielen, aus dem er sich erst befreien kann, als die Sehnsucht nach Aurelie übergroß wird und er eine Nachricht von seiner vermeintlichen Liebsten erhält. Er beschließt, zu ihr zurückzukehren. Zusammen mit Prager Studenten gelangt er schließlich auf einem Schiff zum Schloss zurück. Dort stellt sich heraus, dass Aurelie keine unnahbare Adlige, sondern die Nichte des Portiers ist. Auch sie ist in den Taugenichts verliebt und die beiden heiraten.

Erfreut über das “Happy End” und die überaus gelungene Darbietung des romantisch-komischen Theatersolos überschüttete das Publikum den Schauspieler Fritz Barth und seine bezaubernde Kollegin Caro Lanzendörfer mit nicht enden wollendem Beifall. (Susi Zinner)

- das romantisch-komische Theatersolo mit Fritz Barth
Das Leben ist langweilig?
Die Krise längst Alltag?
Und die große Liebe nur ein Traum?
Dann sind Sie reif für einen
Abenteuertrip der Romantik!
Der Schauspieler Fritz Barth hat Joseph von Eichendorffs Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ werkgetreu in Szene gesetzt. In seiner Bühnenversion des romantischen Klassikers schreckt er dabei keineswegs vor „Comedy und Slapstick“ zurück – denn jede Misere hat unweigerlich auch ihre komischen Seiten.
Was allerdings Präsident Obama, Heinz Rühmann und Olli Dittrich alias „Dittsche“ mit Eichendorff und der viel beschworenen Krise zu tun haben, das sollten Sie unbedingt live auf der Bühne erleben, und zwar am Samstag, 12. März 2011, in der Aula der Joseph von Eichendorff-Schule in Eichendorf (94428 Eichendorf, Pfarrkirchener Straße 11) stattfindet. Pfeifen wir also auf Leistungsträger und Macher, auf Jobcenter und Börse, und freuen uns auf eine Welt voller Poesie und Abenteuer!
Die Eintrittskarten für diesen poetischen Abenteuertrip, den Sie sich nicht entgehen lassen sollten, können Sie an der Abendkasse in der Schulaula lösen, und zwar für 5 Euro (Ermäßigung für Schüler) bzw. 10 Euro das Stück. Es besteht freie Platzwahl. Einlass ist bereits ab 19.30 Uhr.
Fritz Barth blickt mittlerweile auf eine fast 20-jährige Bühnenkarriere zurück. Er hat Drehbücher geschrieben und in verschiedenen Film- und TVProduktionen mitgespielt (u. a. mit Dieter Krebs, Gisela Schneeberger). Die TV-Serie „Das Mädchen aus der Fremde“ mit Fritz Barth als Erzähler wurde 2008 mit dem World Media Award ausgezeichnet.

Der Schauspieler Fritz Barth und der Gemeindeentwicklungsverein freuen sich auf Ihren Besuch!

Comedian Stefan Otto begeisterte das Publikum in Lappersdorf

Stefan-Otto-Lappersdorf1Eichendorf/Lappersdorf. Warum gehen Männer eigentlich an den Stammtisch und was genau tun sie dort? Was macht Bayer Schorsch, wenn sein Sohnemann „Aloisee“ Fragen zur Aufklärung stellt? Wie funktioniert die Katholische Kirche im World Wide Web? Was ist mit der Aussage „Bleib so wiast bist“ gemeint? Oder auch: Wie findet sich der „Zapper“ angesichts der Programmvielfalt des Fernsehens zwischen Castingshows, Einrichtungsepisoden und Kochsendungen zurecht? Auf all diese Fragen hatte der Dingolfinger Musikkabarettist Stefan Otto in seinem neuesten Bühnenprogramm „Holleradi Wurschtsalat“, das er am Samstag, den 30. Oktober 2010, im Kirschner-Saal in Lappersdorf präsentierte, humorvolle und schlüssige Antworten parat.

Ermöglicht hatte den heiteren Abend dem restlos begeisterten Publikum auch in diesem Jahr wieder der Gemeindeentwicklungsverein. Werner Art vom Team 5 freute sich, heuer den vielen Besuchern den Dingolfinger Künstler Stefan Otto ankündigen zu können, nachdem er sich bei allen bedankt hatte, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten. Und dann betrat der Dingolfinger Kabarettist Stefan Otto die Bühne und eroberte mit seinem dritten Soloprogramm „Holleradi Wurschtsalat“ die Herzen der Zuschauer im Sturm. Stefan Otto bot einen bunten „Wurschtsalat“ mit viel Klavier-, Gitarren-, und Waschbrett-Musik in bayerischer Manier, und in den Geschichten, „die das Leben schrieb“ fanden sich die amüsierten Gäste schnell wieder. Schon zu Beginn des Programms bogen sich die Zuschauer vor Lachen, als Stefan Otto, gesprochen und gesungen, das Leid eines „Zappers“ beschrieb, der mit der täglichen Programmvielfalt des Fernsehens zu kämpfen hat. Gestresst von den vielen Kanälen zappt der Mann zwischen Koch-, Einrichtungs- und Castinghows hin und her und muss sich zwischen der Heidi, die ihr „Klump“ präsentiert, dem gelockten TV-Opa Gottschalk oder dem Solarium gebruzzelten „Bruz“ und Dieter Bohlen entscheiden. Der Zuschauer fiebert mit, ob der Bauer seine Frau findet oder ob der Bulle von Tölz den Bildschirm sprengt. Und Ingrid van Bergen hätte wohl besser zum Film „die Mumie kehrt zurück“ gepasst, als ins Dschungel Camp, mutmaßte Otto – und das Publikum brüllte vor Lachen. Für seine kleinen Pausen, die er zum Schlüpfen in das nächste Kostüm benötigte, organisierte sich der Komiker kurzerhand „die Lydia“ aus dem Publikum, die als Pausenfüller zum „Trommeln“ mit einem kleinen Äffchen verdonnert wurde. Als Russe „Pretschowa“ verkleidet kam Stefan Otto zurück auf die Bühne und besang das Nationalgetränk der Russen, den Wodka, selbstverständlich im authentischen deutsch-russischen Dialekt und wurde dafür mit ebenso viel begeistertem Applaus bedacht, wie für seine anschließenden Überlegungen, wie es wohl mit der Katholischen Kirche im Computerzeitalter weitergehen wird. Bestimmt dauert es nicht mehr lange, vermutete Stefan Otto, bis man unter www.online-beichten.de seine Sünden gestehen könne, „aber passen S’ auf, dass sie auch einen 6000-er Anschluss haben, sonst dauert der Download der Absolution so lange!“ Und bestimmt sei es von Vorteil, wenn man vor dem Beichten auf Lokalisten mit Papst Benedikt Freundschaft geschlossen hat, erklärte Stefan Otto, der auch keine Fremdwörter in seinem Programm unerklärt lies. So informierte er die Besucher unter anderem, dass er mit Handicap ein Gebrechen meint „und keine Mütze mit der Aufschrift Nokia!“ Eine weitere Attacke auf die Lachmuskeln war auch sein Lied über die Facetten des Holzes, die mit ihrer zweideutigen Bezeichnung wie „Holz vor der Hütte“ für ausgelassene Heiterkeit im Publikum sorgte. Nach einer kleinen Pause legte Stefan Otto in seinem Angriff auf das Zwerchfell der Zuschauer kräftig nach, als er als urbayerischer Schorsch seine Nöte erläuterte, die ihn -  zusammen mit seiner Frau „da Oiden“ – mit Sohnemann „Aloisee“ quälen, wenn es ums Thema Aufklärung geht. Mit seinem anschließenden Stammtisch-Song bewies der Kabarettist dann allen Frauen im Saal, dass der Mann niemals unter dem Vorwand, sich zu betrinken, zum Stammtisch geht. Zum Mitmachen wurde das Publikum dann anschließend animiert, aber nicht etwa zum roten Pferd oder dem Lasso des Cowboys, nein, zu einem selbst komponierten bayerischen Song von Stefan Otto, in dem er den “Odel” besang, der hinter dem Stadel hervorrann, so dass sich hinter dem Haus, koa Sau mehr auskennt. Die dazu passende Choreografie zu seinem Song studierte der Kabarettist zuvor mit dem Publikum ein, das sich nicht scheute, mitzumachen. Den Abschluss des humorgeladenen und äußerst heiteren Programms bildete dann ein buntes Potpourri mit zwei Zugaben, in dem Stefan Otto zu allseits bekannten Melodien seine heiteren selber verfassten bayerischen Songtexte präsentierte, und das so dermaßen gekonnt, dass er damit der Lachmuskulatur des Publikums den Rest gab und mit lang anhaltendem Beifallsstürmen verabschiedet wurde. (Susi Zinner, LZ)

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Einladung zur Diashow von Ludwig Kriegl am Mittwoch, den 3. November 2010, im Kulturcafé Held in Eichendorf (Marktplatz).
Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr.

Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen!

Otto-Stefan-Werbung

Dingolfinger Kabarett-Talent mit Gitarre, Klavier und Waschbrett

Otto-Stefan-Foto-2Nach dem gelungenen Kabarett-Gastspiel von Hannes Ringlstetter im vergangenen Jahr konnte der Verein Gemeindeentwicklung Eichendorf e.V. heuer den Musik-Kabarettisten Stefan Otto verpflichten.

Am Samstag, den 30. Oktober 2010, um 20.00 Uhr im Gasthaus Kirschner in Lappersdorf (Niederbayern) wird Stefan Otto sein drittes Musikkabarett-Programm “Holleradi Wurschtsalat” auf die Bühne bringen.

— Vita & Programme —

Schon als kleiner Bub stand für den Dingolfinger fest: “Ich will mal auf die Bühne”. Seine ersten Erfahrungen vor Publikum machte Stefan Otto mit 10 Jahren, da spielte er mit Freunden in einer kleinen selbstgebauten Theaterbühne die Geschichten von Peter Steiners “ZUM STANGLWIRT” nach. Dies war sein liebster Zeitvertreib, neben der Schule.

1997 stieß er auf das bayerische Komikerpaar Hanns Meilhamer und Claudia Schlenger, besser bekannt als Herbert & Schnipsi. Zusammen mit seinen Freunden und Bruder Michael begannen sie, fast profimäßig, die Sketche der beiden nachzuspielen, aber auch selbst ausgedachte Geschichten wurden gespielt und auf Video festgehalten. Insgesamt sechs Videokassetten voll mit Sketchen brachte die junge Truppe zu Stande. Dann kam ihnen die Idee, diese Videos an ihre Vorbilder Meilhamer & Schlenger zu schicken. Die beiden Simbacher fanden gleich Freude am Talent ihrer Fans und luden sie nach Unterföhring in die Filmstudios des Bayerischen Fernsehens ein. Dort bekamen sie die Möglichkeit als Komparsen im Hintergrund bei einem Sketch der “echten Herbert & Schnipsi” mitzuspielen. Seit Weihnachten 1999 ist Stefan Otto zusammen mit Simone Vilsmeier (seiner damaligen Schnipsi) bei mehreren Veranstaltungen, Geburtstagen und Feiern als die “Dingolfinger Herbert & Schnipsi” aufgetreten und waren im Landkreis schon richtig bekannt.
Bei Otto stand natürlich seine Ausbildung zum Schreiner immer an erster Stelle. Nach erfolgreichen Prüfungen ist er noch immer als Schreinergeselle bei der Dingolfinger Schreinerei Steininger tätig.

2001 ging dann die “Herbert & Schnipsi”-Truppe auseinander und Stefan beschloss, als Solokabarettist alleine weiter zu machen. Er trat nun bei Geburtstagen, Firmenfeiern und anderen Veranstaltungen mit einigen selbst geschriebenen Liedern und Sketchen auf und machte sich als Nachwuchs-Kabarettist einen Namen. Anfangs noch sehr geprägt vom Stil Willy Astors, entwickelte er von Auftritt zu Auftritt seine eigene Art des Kabaretts.

2002 arbeitete er an seinem ersten zweistündigen Soloprogramm “I gib’s auf!” Das Programm war ein Erfolg. Mehrere ausverkaufte Vorstellungen folgten aufeinander. Zur Premiere am 22. März 2003 kam sogar Hanns Meilhamer persönlich, um zu schauen, wie es mit seinem „Nachwuchs“ vorangeht. Im August 2004 bekam Stefan Otto seine erste kleine Sprechrolle in einem Fernsehsketch von Herbert & Schnipsi – passender Weise als Möbellieferant.

Weitere kleine Rollen beim Bayerischen Fernsehen folgten. So spielte er im Oktoberfest 2005 den Lockvogel bei der “Versteckten Kamera” für die Sendung „Wies’n LIVE“. 2005 schrieb er ein neues Programm: “BAYERNSTOLZ”. Mit „BAYERNSTOLZ“ gewann er bereits drei Kleinkunstpreise in München: den „COMOLY-Preis 2006“, die „Goldene Weißwurscht 2006“ und den 2. Platz im “Heppel & Ettlich”.

Am 23. Mai 2009 war nun die Premiere seines dritten Programms: „Holleradi Wurschtsalat“.

— Ende: Vita & Programme —

Ein bunter Salat mit viel Musik in bayerischer Manier, bei dessen Genuss sich jeder Gast in den alltäglichen Geschichten wieder erkennt. Indem Otto seine Gäste voll mit einbezieht, garantiert er einen lockeren und lustigen Abend. Umgetextete Lieder zu bekannten Melodien gehören dabei ebenfalls zu seinem Repertoire. Auch in diesem Programm zeigt der Kabarettist mit Gitarre, Klavier und Waschbrett, unterstützt von Onkel und Manager Toni Weiterschan, sein musikalisches Talent und sorgt für beste bayerische Unterhaltung, bei der kein Auge trocken bleibt.

Karten für den Kabarettabend mit Stefan Otto gibt es im Vorverkauf im Gasthaus Kirschner in Lappersdorf (94428 Eichendorf, Lappersdorf 34, Telefonnummer 09956/681), in den Eichendorfer Geschäftsstellen der Sparkasse (Marktplatz 22) und der VR-Bank (Oberanger 16) sowie an der Eichendorfer Tankstelle Westenthanner & Vielmeier (Landauer Straße 45) für 10 Euro das Stück oder an der Abendkasse für 12 Euro. Einlass ist am 30. Oktober 2010 bereits um 18.30 Uhr. Die Plätze sind nicht nummeriert.

Stefan Otto und der Gemeindeentwicklungsverein freuen sich auf Ihren Besuch! (WA & UA)

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